Interview
| Name: | ||||
| Christian Eichlinger | ||||
| Geboren: | ||||
| 02.10.1981 | ||||
| Wie würdest du persönlich deinen musikalischen Werdegang beschreiben? Wie hat alles angefangen? |
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Der erste Grund"stock" wurde wohl schon im zarten Alter von drei Jahren gesetzt, wobei man hier vielleicht eher von zerstört sprechen muß. Damals habe ich nämlich meinen allerersten Stick zum Bersten gebracht. Das Opfer war der Kochlöffel meiner Mutter, mit dem ich unentwegt auf die Bongo eines Freundes meiner Eltern einschlug. Dieser Meilenstein meiner Karriere wurde (leider) sogar filmisch dokumentiert. Man sollte sich allerdings keine falschen Hoffnungen machen: Das Video wird streng unter Verschluß gehalten;).Mit 7 begannen dann meine ersten Versuche im richtigen Schlagzeugspiel, das sich seither nicht mehr aus meinem Leben wegdenken lässt. Mit 14 brachte ich mir, auf einigen Harmonielehrelektionen meines Vaters fußend, selbst das Klavierspielen bei, wobei auch erste eigene Lieder entstanden. 2002 wurde mit Different Worlds mein erstes Solo Album veröffentlicht, worauf schließlich mit Different Worlds 2 (2004) und Different Worlds 3 (2008) die Trilogie beschlossen wurde. Im Moment arbeite ich gerade an meinem vierten Solowerk, das ausschließlich aus Klavierstücken und Orchestrationen bestehen wird. Eine Veröffentlichung ist für 2010 geplant. Seit 2006 bin ich außerdem in der Band Dante als Drummer und Orchestrator tätig. Hier enstand 2008 das Debutalbum "The Inner Circle", dem nun Ende 2009 das zweite Album "Saturnine" folgt. |
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| Welche Musik hörst du privat am liebsten? | ||||
| Privat ist mein absoluter Favourite Craig Armstrong. Aber ich liebe auch die Musik von Komponisten wie Harry Greggson Williams und Lee Johnson. Generell sind meine musikalischen Vorlieben allerdngs sehr weit gefächert und erstrecken sich grundsätzlich über alle Stilrichtungen. Das geht von Klassik, Pop und Rock über die schwerer zugängliche Musik von Planet X und Derek Sherinen bis hin zu Jazz Fusion von Simon Phillips. Unter den weiblichen Interpreten ist meine absolute Lieblingssängern Paula Cole. | ||||
| Gibt es ein Konzert, dass dich besonders beeindruckt und geprägt hat? | ||||
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Besonders beeindruckt bin ich immer wieder von der Präsenz und Variabilität, die Ray
Wilson auf der Bühne zeigt. Egal ob er nur mit seiner Gitarre da steht oder durch
Siltskin verstärkt wird, der Mann erzeugt bei mir einfach immer nur einen riesigen
Wow-Effekt. Bezüglich technischer Finessen begeistern mich vor allem die Liveauftritte von "Devil Slingshot". Dahinter stehen Tony Mac Alpine, Billy Sheehan und Virgil Donati. Unvergesslich wird mir außerdem stets ein Auftritt der Simon Phillips Band bleiben, den ich 2002 in Koblenz erleben durfte. |
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| Woher nimmst du die Inspiration für deine Kompositionen? | ||||
| Die Inspiration meiner Kompositionen kommt meist aus Stimmungen, die andere Menschen und besondere Ereignisse aber auch die Schönheiten der Natur in mir hervorrufen. Manchmal lasse ich mich auch durch den Sternenhimmel inspirieren. Ich setze mich in klaren Nächten an mein Klavier, das glücklicherweise direkt vor meinem Dachfenster steht und blicke einfach hinaus. Dann werden die Hände auf die Tasten gelegt und los geht's. | ||||
| Was ist dein persönlicher Favorit unter deinen Songs? | ||||
| Das ist eine sehr schwierige Frage, die eigentlich nicht beantwortet werden kann. Ich muss hier wohl eher von mehreren Favoriten sprechen. Ich liebe viele meiner Klaviersongs aber auch viele Orchestrationen. Also muss die Frage wohl eher unbeantwortet bleiben, da ich zudem die fürchterliche Angewohnheit habe, immer von meiner neuesten Arbeit am meisten überzeugt zu sein - allerdings ohne deswegen die bisherigen abzuwerten. Es ist nur so, dass ich, wenn ich gerade an etwas arbeite, meine ganze Energie auf das aktuelle Stück verwende, dem für den Moment somit natürlich auch meine ganze Aufmerksamkeit und Liebe gilt. | ||||
| Was machst du in deiner Freizeit, wenn du nicht gerade an deiner Musik oder für deine Band arbeitest? |
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| Ich bin ein unglaublich großer Filmfan. Ich liebe es ins Kino zu gehen und dementsprechend war die Einrichtung eines Heimkinos nur konsequent. :-) Außerdem beschäftige ich mich viel und gern mit Webdesign und bastle in jeder freien Minute an meiner Website. Ich gehe gerne zum Bowling und spiele leidenschaftlich gerne Billard, was allerdings aus Zeitmangel in letzter Zeit leider immer seltener vorkommt... | ||||
| Deine Lieblingsspeisen? Womit kann man dich glücklich machen? | ||||
| Ich liebe Pizza! Natürlich sind auch gut zubereitete Tortellini nicht zu verachten, die aber nur beim echten Italienner gegessen werden. :-) Und last but not least natürlich Pfannkuchen - wie ich zugeben muss, so ziemlich das Einzige, was ich mir selbst ab und zu in der Pfanne bruzzle! :-) Außerdem trinke ich für mein Leben gern heiße Schokolade mit Sahne und im Sommer bin ich ein großer Eisfan. | ||||
| Gibt es auch Künstler aus anderen Bereichen als der Musik, die du besonders schätzt? | ||||
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Ich schätze besonders die Arbeiten des Regisseurs Christopher Nolan, der u.a. auch
die Filme "Insomnia-Schlaflos", "The Prestige" und "Memento" gedreht hat, ebenso den
Regisseur Darren Aronofsky, der für Filme wie "The Fountain" oder "Requiem for a
dream" verantwortlich zeichnet. Der besondere Schnitt und die spezielle Farbgebung
dieser Werke fasziniert mich immer wieder aufs Neue. Unter den bildenden Künstlern mag ich besonders die Werke von Salvatore Dalì, der einerseits die Technik der Zeichenkunst in Perfektion beherrscht und es andererseits geschafft hat, dennoch bezüglich der Bildfindung und des Sujets eigene neue Wege zu gehen. Auch für den Bereich der Musik möchte ich an dieser Stelle ein kleines Statement abgeben: Ich finde es schade, dass viele Musiker ihre Vorlieben nur auf ihre eigene, aktuelle Musiksparte beschränken und überhaupt die meisten Menschen hier nur wenig über den eigenen Tellerrand hinausblicken. Ich persönlich denke, dass jeder Künstler - egal aus welchem Bereich - Anerkennung verdient, wenn er das, was er tut mit vollem Einsatz und seinem ganzen Herzblut verfolgt. Die Liebe zur Musik kennt meiner Meinung nach keine Sparten oder Stilgrenzen. Für mich gibt es nur zwei Arten von Musik: gute und schlechte. :-) |
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| Welche Bücher oder Filme magst du besonders? | ||||
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Meine Lieblingsbücher sind ganz klar "Das Parfüm" von Patrik Süßkind, "Der
Schützling" und "Das Wunschspiel" von Patrick Redmond sowie die "Tränen des Teufels"
von Jeffrey Deaver. Im Filmbereich sind meine Favoriten ganz klar "Gattacca", "The Prestige", "Memento", "The Fountain", "Requiem for a dream", "American History X" und noch viele andere! Ein Film, der mich immer wieder aufs neue berührt, ist auch "If Only". Die Botschaft, die mich hieran immer wieder tief bewegt, ist, sich nicht durch alltägliche Nebensächlichkeiten davon ablenken zu lassen, was man empfindet und fühlt. Man sollte die Werte des eigenen Lebens immer wieder neu schätzen, in dem Bewusstsein, dass sie nicht unendlich sind. |
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| Hast du einen persönlichen Traum, den du lebst? | ||||
| Die Menschen sollten sich für die Geschenke der Natur öffnen und diese auch mehr schätzen. Was ist das Schöne an einem Sonnenauf- oder Sonnenuntergang, einem Mond der durch einen sternenverhangenen Nachthimmel auf uns hinab blickt? Jeder Mensch, der sich daran erfreuen will, kann das - egal ob er reich oder arm ist. Diese Momente immer wieder neu wahrzunehmen und zu genießen ist eine Gabe und zugleich eine Aufgabe, die ich mir für mein Leben gesetzt habe und die ich verfolgen möchte - egal wo ich in meinem Leben gerade stehe, wie erfolgreich oder viel beschäftigt ich bin oder wie gut oder schlecht es mir gerade geht. | ||||
| Gibt es Orte, die du in deinem Leben unbedingt noch besuchen möchtest? | ||||
| Das wäre dann wohl in jedem Fall Neuseeland. Generell aber auch Orte wie Finnland und Norwegen. Ich bin wohl eher ein Nordtyp!:-) | ||||

Der erste Grund"stock" wurde wohl schon im zarten Alter von drei Jahren gesetzt, wobei man hier vielleicht eher von zerstört sprechen muß. Damals habe ich nämlich meinen allerersten Stick zum Bersten gebracht. Das Opfer war der Kochlöffel meiner Mutter, mit dem ich unentwegt auf die Bongo eines Freundes meiner Eltern einschlug. Dieser Meilenstein meiner Karriere wurde (leider) sogar filmisch dokumentiert. Man sollte sich allerdings keine falschen Hoffnungen machen: Das Video wird streng unter Verschluß gehalten;).


