Audiowork Orange
Bei Audiowork-Orange habe ich von 1999-2005 Schlagzeug gespielt. Ich erzähl euch nun ein wenig von dieser Zeit.
Wie kam ich überhaupt zu Audiowork Orange?
Eines Tages bekam ich einen Anruf von Julia. Sie fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, an einem Projekt mit ihrem Freund Tassilo teilzunehmen. Tassilo machte seit vielen Jahren Computermusik, und wollte versuchen, dies auch mit echten Musikern umzusetzen. Für mich hörte sich die Idee toll an. Nun war nur noch die Frage, ob ich mit der Musik etwas anfangen kann. Nachdem ich ein paar Stücke gehört hatte, war ich sogleich begeistert. Tassilos Songs sind für Schlagzeuger, die das Bedürfnis haben sich kreativ ausleben zu wollen, einfach ideal. Viele Breaks, Taktwechsel und außergewöhnliche Takte. Zum Beispiel "Lautlos Grau" läuft in 7/8.
Schließlich haben wir unsere erste Probe in in einem Keller der Rees-Kaserne gestartet. Dieser Keller war alles andere als sauber. Dieser Keller war alles andere als groß und alles andere als trocken. Im nachhinein stellte sich auch noch heraus, dass in diesem Keller bis zu vier Bands waren, die ein und ausgingen. Das tollste war aber, der Hauptmieter wusste davon überhaupt nichts. Mittlerweile sind wir vom feuchten Keller in den trocknen Dachboden neben dem "Attic" Studio eingezogen. Aber zurück zur ersten Probe. Hier sollte ich auch sogleich unseren Gitarristen Wolfgang Knoll kennen lernen. Man nennt ihn auch "Tschießäs". Nun waren wir also zu viert und somit sind die Gründungsmitglieder von Audiowork-Orange: Tassilo Pollerspöck, Julia Koller, Wolfgang Knoll und meine Wenigkeit Christian Eichlinger.
Wir waren mittlerweile zweimal bei Band des Jahres dabei und hatten zwei Auftritte in Thüringen. 2003 sollte nun auch das letzte fehlende Glied, in Form eines Keyboarders, den Kreis schließen. Da bei uns die Musiker auch Namen haben, sag ich jetzt auch einfach mal, wie er heißt. Nicolai Hartmann war und ist auch noch bis heute sein Name. Bevor Nicolai zu uns stieß hatten wir keinen Keyboarder. Somit musste diese Aufgabe vom Harddiskrecorder übernommen werden. Nicolai sollte diesen nun seiner bisherigen Aufgaben berauben und von nun an bei Audiowork Orange die Keys klingen lassen. Er hat sich toll in Audiowork-Orange eingefügt und steuert tolle Ideen und Einfälle bei. Er verleiht der Band einerseits einen breiten Klangteppich, auf welchem sich die restlichen Bandmitglieder kreativ bewegen können, andererseits spielt er zu dem noch "echt" starke Synthy-Solos, die eine wahre Freude bereiten, wenn diese erklingen.
2005 war es dann endlich soweit. Wir hatten einen Auftritt im Augsburger Spektrum-Club. Nach diesem Auftritt sollte nur noch ein weiterer mit mir folgen, denn leider kam es zu einer etwas unschönen Auseinandersetzung mit Tassilo, die mir im nachhinein wirklich Leid tut. Am Ende dieser letzten Probe war ich nun bei Audiowork Orange ausgestiegen.
Mittlerweile haben Audiowork-Orange wieder einen neuen Schlagzeuger gefunden. Ich war bei ihrem letzten Auftritt in der Rockfabrik Augsburg mit dabei. Aber diesmal nicht auf, sondern vor der Bühne. Es war schon ein etwas komisches Gefühl einen anderen dort oben zu sehen.
Abschließend kann ich nun sagen, dass es sehr viel Spaß gemacht hat bei Audiowork-Orange zu spielen. Es war eine musikalische Bereicherung und hat auch den Startschuss meines Komponierens gegeben. Hätte Tassilo mir damals nicht die Möglichkeit gegeben, das Programm auszuprobieren, wer weiß, ob ich jetzt da wäre, wo ich jetzt bin. Danke Tassilo!
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